Yachtclub Theresianische Militärakademie

SEENOTRETTUNGSÜBUNG
am
Neusiedler See

Entgegen der aus all den Jahren der FB 2-/FB 3-Ausbildung bekannten Gepflogenheit, die Seenotrettungsübung im Rahmen des Übungs- und Prüfungstörns abzuhalten, fand diese heuer am 24.09.2016 auf unserer Klubanlage in Rust statt und wurde von unserer Ausbildungsleiterin Eva PIETSCH und unserem geschäftsführenden Präsidenten Franz OFENBÖCK durchgeführt.

Die Übung bestand aus einer theoretischen Abhandlung, einer Vorführung von Rettungswesten und dem Vorzeigen des Umganges mit der Rettungsinsel.

Einige Absolventen der letzten FB 2-Ausbildung hatten ihre eigenen Rettungswesten mitgebracht und auch Eva PIETSCH stellte ihre vor. Dies, da alle Rettungswesten – bzw. deren Innenleben – individuell verschieden waren und den Teilnehmern des Vortrages bzw. der Übung vor Augen geführt werden konnte, welche verschiedenen Funktionssysteme angeboten werden und worauf sie beim Erwerb einer Rettungsweste achten mögen (Auftrieb, Ausrüstung mit Ortungssystem, Schrittgurt, Sprayhood, Lifebelt, etc.).

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Nach dieser Vorführung ging es ans „Eingemachte“:

Vorführung der Rettungsweste bzw. des Effektes der „Ohnmachtssicherheit“ und anschließendes zu-Wasser-lassen der Rettungsinsel bei trotz des schönen Tages doch bereits herbstlichen Wassertemperaturen.

Unser Klubmitglied und heuriger FB 2-Absolvent Charly WEITZBAUER hatte sich zur Verfügung gestellt, den „Sprung ins kalte Wasser“ zu wagen und wurde von Eva PIETSCH und Franz OFENBÖCK dahingehend instruiert, so ins Wasser zu springen, dass er auf dem Bauch landet, damit man sieht, wie sich die Rettungsweste aufbläst und ihn sodann auf den Rücken dreht („Ohnmachtssicherheit“).

Gesagt getan: Charly hechtete in den See und tatsächlich – nach einem kurzen Moment der gespannten Stille

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hatte sich die Rettungsweste aufgeblasen und den Charly umgedreht.
Ja, der Wasserstand des Sees war wohl auch schon höher ….

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Nachdem die vorgeführte Rettungsweste auch über eine Sprayhood verfügt, wurde auch diese in Szene gesetzt

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und unser Klubmitglied sodann aus den Fluten geborgen.

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Die anwesenden Teilnehmer der Übung, sowie unser Hafenmeister und unsere Nachbarn, folgten gespannt (filmend und fotografierend) dem Geschehen.

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Der dritte Teil dieses Ausbildungsmoduls stand sodann im Zeichen der Handhabung der Rettungsinsel, wobei im Vorfeld abgeklärt wurde, welche Gegenstände im Falle, dass ein Schiff bzw. Boot tatsächlich aufgegeben werden muss, in die Rettungsinsel mitzunehmen sind und welche Gegenstände zur essentiellen Ausrüstung einer Rettungsinsel an sich gehören. Hier trat unser geschäftsführender Präsident Franz OFENBÖCK in Aktion

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und ließ die Insel zu Wasser.

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Unter den Argusaugen der Zuseher tat diese, wozu sie geschaffen ist und begann, sich zu entfalten,

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um sich letztendlich in ihrer eigentlichen Form zu präsentieren:

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Charly WEITZBAUER zeigte vor, wie schwierig es ist - überhaupt und zusätzlich durch die aufgeblasene Rettungsweste erschwert - in die Rettungsinsel zu gelangen.

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Nachdem er die Insel erfolgreich geentert hatte, konnten auch die restlichen Teilnehmer den – von Franz OFENBÖCK instruierten – fachgerechten Sprung in die Rettungsinsel üben, was von einigen in Anspruch genommen wurde:

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Letztendlich blieb nur noch, die Insel wieder auf trockenes Terrain zu bringen.

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und zu versorgen.

Der restliche Nachmittag wurde vom interessierten Publikum dazu genutzt, um die gewonnenen Eindrücke nachzubesprechen.

Es ergeht ein besonderer Dank an Eva PIETSCH und Franz OFENBÖCK, dass sie ihre Zeit und ihr Wissen für die Gestaltung dieses informativen Nachmittags zur Verfügung gestellt haben und an Charly WEITZBAUER, dass er sich – mit nicht einkalkuliertem Bodenkontakt - mutig in die herbstlichen Fluten begeben hat.

Michaela BAUER
(Schriftführerin).